Scan-to-BIM auslagern: von der Punktwolke zum IFC-Modell
Sie scannen, wir modellieren. Der Remote-Ablauf von der Punktwolke zum BIM-Modell, die Wahl des LOD, Qualitätskontrolle und Übergabe über ein Webportal.
Für viele Vermessungsbüros und Architekturbüros liegt der Engpass nicht im Feld, sondern am Schreibtisch. Der Scan ist in ein, zwei Tagen erledigt; aus dieser Punktwolke ein BIM-Modell mit Wänden, Decken, Stützen und Öffnungen zu erstellen, dauert dagegen Wochen. Ihr Außenteam im Feld zu lassen und die Modellierung auszulagern, ist einer der praktischsten Wege, die Auslastung auszugleichen.
In diesem Beitrag zeigen wir, wie ein Scan-to-BIM-Auftrag aus der Ferne abläuft, vom Versand der Punktwolke bis zur Übergabe des Modells.
Der Ablauf
- Sie senden die Daten. Eine registrierte Punktwolke im Format E57, LAS/LAZ oder RCP/RCS, dazu, falls vorhanden, Fotos und Skizzen.
- Wir klären den Umfang. Welche Geschosse und Bauteile modelliert werden, welcher LOD, welches Koordinatensystem und welche Benennungskonventionen.
- Wir modellieren. Wände, Decken, Stützen, Unterzüge, Treppen sowie Tür- und Fensteröffnungen werden in den Scan eingepasst.
- Wir prüfen. Der Abstand zwischen Modell und Scan wird gemessen, Abweichungen werden je Bauteil ausgewiesen.
- Wir liefern. Ein IFC4-Modell und einen Abweichungsbericht, dazu einen Portal-Link, über den Sie das Modell im Browser prüfen können.
Was Sie vorab bereitstellen
- Eine registrierte und bereinigte Punktwolke (keine Rohdaten der Einzelscans)
- Koordinatensystem und Höhenbezug
- Eine einfache Skizze oder Geschossliste, die den Umfang zeigt
- Falls vorhanden, die Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) oder den BIM-Abwicklungsplan (BAP)
- Den Liefertermin
Welcher LOD?
Bei Bestandsgebäuden lautet die häufigste Frage, wie detailliert das Modell sein soll:
| Stufe | Inhalt | Wann ausreichend |
|---|---|---|
| LOD 200 | Näherungsgeometrie, Baukörper und Hauptbereiche | Flächenermittlung, frühe Machbarkeit, Layoutstudien |
| LOD 300 | Maßgenaue Wände, Decken, Stützen, Unterzüge und Öffnungen | Planungsgrundlage für Umbauten, die meisten Bestandsaufnahmen |
| LOD 400 | Detaillierung auf Fertigungsniveau | Im Bestand selten erforderlich |
Ein wichtiger Hinweis: Ein Scan misst nur, was sichtbar ist. Leitungen in Wänden oder Bewehrung in Decken sind im Scan nicht enthalten. Im Modell kennzeichnen wir eindeutig, ob die Werte eines Bauteils vor Ort gemessen oder abgeleitet wurden. So wissen Sie, wie weit Sie sich auf jeden Teil des Modells verlassen können.
Qualitätskontrolle
Für jedes gelieferte Modell berechnen wir den Abstand der Scanpunkte zum Modell und weisen das Ergebnis aus. Wird das Modell über den Scan gelegt, ist sichtbar, wie weit eine Wand oder Stütze von ihrer tatsächlichen Lage abweicht.

Modell und Scan übereinander: Abweichungen werden auch visuell geprüft.
Prüfung im Portal
Wir schicken Ihnen nicht nur eine Datei per E-Mail. Im MapSurvey Portal öffnet sich das IFC-Modell im Browser; ein Klick auf ein Bauteil zeigt Typ, Geschoss, Abmessungen, Fläche und Volumen. Das Modell lässt sich zum Vergleich über den Scan legen. Ihr Auftraggeber oder Ihr Projektteam muss für die Prüfung keine Software installieren.

Typ, Geschoss, Abmessungen und Messgrundlage eines Bauteils öffnen sich im Portal mit einem Klick.
Wie die Zusammenarbeit aus der Ferne aussieht
Die Türkei ist der mitteleuropäischen Zeit eine bis zwei Stunden voraus; die Arbeitstage überschneiden sich also weitgehend, Rückfragen werden noch am selben Tag beantwortet. Die Daten übertragen wir auf dem Weg, den Sie bevorzugen, und verarbeiten sie ausschließlich für Ihr Projekt.
Starten wir mit einem Pilotprojekt
Für eine erste Zusammenarbeit schlagen wir meist ein einzelnes Geschoss oder ein kleines Gebäude vor, um Detaillierungsgrad und Lieferformat gemeinsam festzulegen. Sehen Sie sich unsere Leistung 3D-Laserscanning an, verfolgen Sie die Scan-to-BIM-Schritte in unserem Beitrag zum digitalen Zwilling oder kontaktieren Sie uns.