Drohnenvermessung oder Laserscanning? Die richtige Methode

Wie sich Drohnen-Photogrammetrie und terrestrisches Laserscanning in Genauigkeit, Tempo und Kosten unterscheiden und welche Methode zu welchem Projekt passt.

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Per Drohne erzeugtes 3D-Mesh und Laserscanning-Punktwolke desselben Gebäudes

Eine der Fragen, die wir in der Angebotsphase am häufigsten hören, lautet: „Sollen wir das Gelände per Drohne oder mit einem Laserscanner vermessen?“ Die kurze Antwort: Beide Verfahren sind für unterschiedliche Aufgaben gemacht, und bei größeren Projekten werden sie meist kombiniert. Die ausführliche Antwort lesen Sie hier.

So funktionieren die beiden Verfahren

Drohnen-Photogrammetrie rekonstruiert eine Oberfläche aus sich überlappenden Luftbildern. Fotos, die denselben Punkt aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, werden einander zugeordnet, und für jeden Punkt wird die 3D-Position berechnet. Das Ergebnis sind ein Orthofoto, ein Höhenmodell und ein texturiertes 3D-Modell.

Terrestrisches Laserscanning misst die Oberfläche direkt. Der Scanner berechnet die Entfernung zu jedem Punkt aus der Laufzeit seines Laserimpulses und erfasst seine Umgebung als dichte Punktwolke. Fotos dienen lediglich dazu, die Punkte einzufärben.

Im direkten Vergleich

Drohnen-Photogrammetrie Terrestrisches Laserscanning
Am besten geeignet für Große, offene Flächen Gebäude, Anlagen, Innenräume
Tagesleistung Zehn bis mehrere Hundert Hektar Einige Tausend Quadratmeter Gebäudefläche
Typische Genauigkeit Wenige Zentimeter (mit Passpunkten) Millimeterbereich
Detail an Fassaden und Decken Begrenzt Hervorragend
Unter Bäumen und im Schatten Schwach Gut, solange ein Standpunkt Sicht hat
Wichtigste Ergebnisse Orthofoto, DOM, 3D-Mesh Punktwolke, Bestandspläne, BIM

Wann welches Verfahren

Setzen Sie auf die Drohne, wenn die Fläche groß und offen ist und vor allem die Draufsicht und die Geländeform zählen: topografische Bestandspläne, Planung von Photovoltaikanlagen, Volumenermittlung in Steinbrüchen und Abbaustätten, Baufortschrittskontrolle, 3D-Stadtmodelle.

Setzen Sie auf Laserscanning, wenn Innenräume, Fassaden oder technische Anlagen eines Gebäudes millimetergenau erfasst werden müssen: Dokumentation von Baudenkmälern, Layouts von Produktionsanlagen und Maschinenumbauten, Scan-to-BIM für Bestandsgebäude, Aufmaß von Rohrleitungen und Stahlkonstruktionen.

Kombinieren Sie beide, wenn Sie das gesamte Gelände und zugleich die Details seiner Gebäude benötigen. Auf einem Fabrikgelände werden Umgebung, Dächer und Parkplätze per Drohne beflogen, während die Produktionshalle und ihre Haustechnik gescannt werden. Im selben Koordinatensystem verknüpft, arbeiten beide Datensätze wie ein einziges Modell.

Woher die Genauigkeit kommt

Bei beiden Verfahren hängt die Genauigkeit davon ab, dass die Daten an vor Ort eingemessene Passpunkte angebunden werden. Eine RTK-Drohne liefert zwar schon allein eine Position auf wenige Zentimeter genau, doch um das zu überprüfen, braucht es unabhängig per GNSS gemessene Punkte. Beim Laserscanning wird das Scannetz über Zielmarken und GNSS-Punkte an das amtliche Bezugssystem angeschlossen.

Jeder Lieferung legen wir einen Bericht über die Abweichungen an den Kontrollpunkten bei. Genauigkeit liefern wir als gemessenen Wert, nicht als Behauptung.

Drei Fragen vor der Entscheidung

  1. Wofür werden die Ergebnisse verwendet? Als Planungsgrundlage, für eine Volumenberechnung, für eine Restaurierungszeichnung?
  2. Welcher Detaillierungsgrad ist nötig? Die grobe Geländeform oder das exakte Maß einer Stütze, eines Rohrs oder eines Fensters?
  3. Um welche Art von Gelände handelt es sich? Offenes Land, Waldfläche oder ein geschlossenes Gebäude?

Die Antworten weisen meist schon von selbst auf die passende Methode hin. Wenn Sie unsicher sind, nennen Sie uns einfach den Standort und Ihre Anforderungen, und wir wählen gemeinsam das richtige Vorgehen.

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Nennen Sie uns den Standort und Ihren Bedarf, und wir stimmen Methode und Zeitplan gemeinsam ab. Angebote liegen in der Regel innerhalb von 2–3 Werktagen vor.