Drohnen-LiDAR im Gewässerausbau: 5,4 km Bachkorridor
Wie in einem bewachsenen Bachkorridor per Drohnen-LiDAR ein Geländemodell, Höhenlinien und ein in Planblätter eingeteilter Bestandsplan entstanden sind.
Bei Gewässerausbau- und Hochwasserschutzprojekten ist die tatsächliche Geometrie von Gewässerbett und Böschungen die wichtigste Information. Die Ufer sind jedoch meist mit Bäumen und Gebüsch bewachsen, sodass rein bildbasierte Verfahren den Boden kaum erfassen. In einem rund 5,4 km langen Bachkorridor in Kırklareli haben wir deshalb Drohnen-LiDAR eingesetzt.
Erfassung entlang des Korridors
LiDAR zeichnet auch die Laserreflexionen auf, die durch die Vegetation hindurch den Boden erreichen. Die entlang des Korridors erfassten rund 1 Milliarde Punkte wurden kachelweise verarbeitet und über Passpunkte in das Koordinatensystem eingebunden.
Vom Boden zum Plan
Durch die Klassifizierung der Punktwolke wurden die Bodenpunkte getrennt und daraus ein Geländemodell mit 0,5 m Auflösung sowie Höhenlinien abgeleitet. Zusammen mit dem Orthofoto aus derselben Befliegung entstanden die Bestandsgrundzeichnung, Höhenpunkte und die Blatteinteilung.
Warum LiDAR?
In langen, schmalen Korridoren ist die terrestrische Vermessung langsam und bleibt wegen der Böschungen und des dichten Bewuchses lückenhaft. Drohnen-LiDAR erfasst den Korridor in kurzer Zeit und liefert dem Planungsteam ein durchgehendes Modell des Gewässerbetts.
Bilder zum Projekt finden Sie auf der Projektseite.